(ca. 7. - 15. Jhd.) Bis in das späte Mittelalter hinein dominierte in einfachen, besonders landsässigen Haushalten hölzernes Ess-und Gebrauchsgeschirr, tönerne Waren bildeten die Ausnahme.
Weitreichende Funde ab dem 7ten Jahrhundert zeigen kleine, geböttcherte Holzgefäße, genannt Daubenschalen, also aus Holzdauben und mit Weidenruten gebundene Schälchen, als primäres Gebrauchsgefäß.
Die nicht sehr strapazierfähige, aber sehr kostengünstige Konstruktion bedeutete zwar, dass man sie ständig ersetzen musste, jedoch konnten diese von einem geübten Handwerker aus leicht verfügbaren Material selbst hergestellt werden.
Dazu auch: Geböttcherter Eimer
Diese Daubenschale wurde auf Basis einer breiten Anzahl von Funden hergestellt.
Daubenschalen finden sich in nahezu allen grösseren mittelalterlichen Fundkomplexen aus Siedlungen.
Daubenschalen bleiben bis in die frühe Neuzeit in Gebrauch, werden aber im späten Mittelalter zusehends durch gedrechselte Schalen und keramische Trinkgefäße verdrängt.
(In unserem Besitz seit 01/2005 / Stand 08.10.2008)
Latrinenfunde aus Freiburg
Funde (u.a. Holz) aus der Latrinengrube des Augustinerklosters in Freiburg
Daubenschalenfunde aus verschiedenen Teilen Deutschlands und Europa
Daubenschalenfunde aus verschiedenen Burg-und Stadtkern sowie anderen Siedlungsgrabungen und Latrinenbefunden, u.a.
Berlin-Spandau, Plauen Topfmarkt, Nürnberg, Staré Mýto (Tschechei), Paris
Funde aus der Altstadt von Nürnberg
Befunde aus den Ausgrabungen der spätmittelalterlichen Altstadt von Nürnberg, oberen Krämersgasse, am Weinmarkt usw.