(spätes 15tes Jahrhundert) Neben der Schecke zeigen spätmittelalterliche Darstellungen eine ganze Reihe von verschiedenen männlichen Oberbekleidungsstücken. Neben kurzärmeligen, ponchoartigen und kittelartigen Kleidungsstücken lassen sich auch Variationen von westenartigen Leibchen, versehen mit einer grossen Bandbreite an Verschlussarten, beobachten.
Ob die Verwendung solcher leibchenartiger Kleidungststücke, deren Länge meistens ungefähr bis zum Schritt reicht, mit der Notwendigkeit des Verdeckens der Schamkapsel zusammenhängt, die von verschiedenen Kleiderordnungen gefordert wurde, ist nicht eindeutig nachzuweisen. Allerdings liegt die Verwendung solcher ärmelloser Schecken, oder Leibchen, bei warmen Wetter nahe.
Darüber hinaus lassen sie sich als über der Rüstung getragenes Kleidungsstück nachweisen, was vermutlich auch entsprechend der Farben der Aufgebotstruppen oder des Trägers verziert war.
Dieses Kleidungsstück wurde auf Basis verschiedener Vorlagen, unter anderem Gemälden aus Nürnberg um 1470-85,heute im Bestand des Germanischen Nationalmuseums angefertigt.
Es besteht aus krappgefärbtem Wolltuch, und wurde mit indigogefärbter Wolle eingefasst. Es ist frontal mit Haken und Ösen aus Messing verschlossen.
Die auf dem Bild getragene Schlauchmütze ist unter anderem auf einer Statue des schönen Brunnes in Nürnberg zu finden, und wird bereits seit dem 14ten Jahrhundert getragen.
(In unserem Besitz seit 10/2007 / Stand 24.04.2009)